„second chance for second life“ goes surfing – das surfcamp 2025
Bereits zum dritten Mal konnten Kinder aus Magdeburg für einen geringen Teilnehmerbeitrag einen einwöchigen Urlaub im Feriendorf „San Pepelone“ verbringen.
Dank finanzieller Unterstützung durch den Verein „Second Chance for second Life“ konnten mit „Kinderland Magdeburg e.V.“ 14 Kinder aus Familien, die finanziell nicht in der Lage gewesen wären ihren Kindern einen solchen Urlaub zu ermöglichen, großartige Erlebnisse im und am Wasser erleben.
Egal ob Surf-Kurs, Paddeln auf dem Riesen-SUP oder die Feuershow am Strand, „Team Flamingo“ war mit Enthusiasmus und Freude dabei.
Trotz des kühlen und regnerischen Wetters nutzten die Kinder jede Möglichkeit, die Ostsee zu erkunden. Aber auch Volleyball, Tischtennis und ein Saunabesuch für die größeren Kinder standen auf dem Programm. Da mehrere Kinder nicht zum ersten Mal an der Fahrt teilnahmen, konnten trotz der Kürze der Zeit erstaunliche Ergebnisse beim Surfen vorgeführt werden. Von den „Neulingen“ stellte sich ein Junge als wahres Naturtalent heraus, dass vom ersten Tag an sicher auf seinen Board stand und auf Anhieb den „Floater“ beherrschte.
Egal wie verregnet und kühl die Sommerferien 2025 auch waren, für 14 Kinder und Jugendliche aus Magdeburg waren sie Dank des Aufenthalts in „San Pepelone“ auf jeden Fall das Highlight des Jahres.
Projektbericht zum Inklusions-Surfcamp Pepelow 2025
Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die weit über den Rahmen der Schule hinausgeht. Sie umfasst alle Bereiche des Lebens wie die Berufswelt, Kunst, Wissenschaft und insbesondere den Sport. Mit dem Inklusions-Surfcamp, das vom 20. bis 25. Juli 2025 in Pepelow stattfand, konnte ein weiterer Schritt in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft unternommen werden. Organisiert von der Nathusius-Schule und dem Verein SECOND CHANCE for SECOND LIFE e.V. lag das Hauptaugenmerk des Camps darauf, die Vielfalt der Teilnehmenden zu fördern und gemeinsam gelebte Inklusion im Alltag erlebbar zu machen.
Ziele des Camps
- Stärkung der Teilhabe: Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Land Sachsen-Anhalt sollte eine aktive, selbstbestimmte Teilnahme am Camp sowie an allen Aktivitäten ermöglicht werden.
- Sensibilisierung: Das Camp zielte darauf ab, die Sensibilität aller Beteiligten gegenüber den Stärken, Fähigkeiten und Belangen von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern.
- Förderung der Inklusion: Das Surfcamp verstand sich als ein Raum, in dem alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Hintergründen – willkommen sind und sich entfalten können.
Vielfalt erleben
Die Teilnehmer*innen erlebten eine Woche voller sportlicher, kreativer und sozialer Aktivitäten und lernten so ganz praktisch die Vielfalt der Menschen und deren Fähigkeiten kennen und wertschätzen. Im Mittelpunkt standen dabei das Ausprobieren und Erlernen neuer sportlicher Fertigkeiten, insbesondere im Surfen, wobei die Kinder spielerisch sportliche Leistungen erbrachten und gemeinsam Spaß hatten.
Gemeinschaft stärken
Ein weiteres zentrales Anliegen war es, das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Neue Freundschaften wurden geschlossen und bestehende Beziehungen weiter vertieft. Das Teilen gemeinsamer Erfahrungen förderte das gegenseitige Verständnis und einen inklusiven, respektvollen Umgang miteinander.
Beachtung der Vielfalt der Kinder
Jedes Kind wurde in seiner Einzigartigkeit wahrgenommen und individuell unterstützt. Spezielle Bedürfnisse – sei es bei der Unterkunft, dem Essen oder im Tagesablauf – wurden ernst genommen und durch das Team berücksichtigt. Die Kinder wurden in die Gestaltung des Camps einbezogen und ermutigt, ihre Ideen aktiv einzubringen. So entstand ein echtes Wir-Gefühl und Partizipation auf Augenhöhe.
Das Surfcamp startet
Mit großer Vorfreude und Spannung fieberten alle dem Camp entgegen. Am 20.07.2025 war es dann endlich so weit: Die Koffer wurden in die Busse geladen, die Fahrt nach Pepelow begann. Auch wechselhaftes Wetter konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Die Freude war groß, als endlich das Wasser sichtbar wurde – und der erste Blick auf das Surfcamp übertraf alle Erwartungen. Die Begeisterung war sofort da, aber noch hieß es: Geduld bewahren! Surfen lernen beinhaltet eben auch Disziplin: Zunächst stand die Anprobe der Neoprenanzüge an, es folgte eine Einführung in den Wochenablauf, die Hausordnung und die anstehenden Essenszeiten. Neben der Eröffnungsrunde stimmten sich alle auf eine gemeinsame, tolle Woche ein.
Das Surfcamp-Team überraschte mit seiner Herzlichkeit und Professionalität – an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön an SECOND CHANCE for SECOND LIFE e.V. für die begleitende Planung und Unterstützung während der gesamten Zeit in Pepelow. Die Schüler*innen bedankten sich ganz besonders mit selbst gestalteten Glückssteinen, die sie im Vorfeld am Strand gesucht und verziert hatten.
Trotz Wind, Regen und Sonne – gemeinsame Stärke
Wind, Regen, Sonne – und wieder Regen: Das Wetter forderte alle heraus, doch die Motivation, gemeinsam das Surfen zu lernen, konnte durch keinen Regenschauer gedämpft werden. Dank der tollen, abwechslungsreichen und gesunden Versorgung im Restaurant hatte niemand einen Grund zur Klage. Die Woche verging wie im Flug. Viele unterschiedliche Aktivitäten konnten durchgeführt werden, sodass eine abwechslungsreiche Sportwoche in vollem Umfang ermöglicht wurde.
Inklusion wurde gelebt
Von Inklusion musste niemand mehr reden – denn Sport und Spiel ließen im Camp alle Unterschiede und Grenzen verschwinden. Es entstand ein von Respekt und Offenheit getragenes Miteinander, bei dem die individuellen Möglichkeiten und Talente aller Teilnehmer*innen sichtbar wurden.
Ergebnis und Fazit
Das Motto der Woche lautete am Ende: „Einfach machen!“ Wir haben erlebt, dass echte Inklusion kein Projekt ist, sondern das selbstverständliche Miteinander in der Gemeinschaft möglich macht.
Dank
Wir bedanken uns bei allen Helferinnen, Unterstützerinnen und Begleitpersonen, die dieses Projekt ermöglicht haben – und ganz besonders bei SECOND CHANCE for SECOND LIFE e.V. für die Auswahl, Förderung sowie das große Engagement, die Vorbereitung und Unterstützung.
Das Inklusions-Surfcamp 2025 in Pepelow war ein voller Erfolg – unser Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben!
Im Namen der Teilnehmer*innen der Johanne-Nathusius-Schule Haldensleben
Sven Teßmann